Mehrere Bildschirme mit dem Thinkpad W530

Eines der nervigsten Bastelthemen die mich jemals beschäftigt haben war die Konfiguration dieses Laptops für den Linuxbetrieb. Die Installation von Debian verlief problemlos – das Thinkpad wollte jedoch auf Gedeih und Verderb nicht mit mehreren Displays arbeiten. In dem Thinkpad arbeiten 2 Grafikkarten, eine von Intel und eine NVIDIA Optimus. Da mir das Umschalten mit Bumblebee zu umständlich war habe ich im BIOS die NVIDIA Karte als Default ausgewählt – siehe Screenshots und den proprietären NVIDIA Treiber installiert.

Diese Konfiguration läuft jedoch nur bedingt – ab und an bootet das System und manchmal leider nicht. Das Stichwort lautet waiting for /dev to be fully populated. Die Lösung ist dieses Problems ist absolut logisch und selbst für den Laien verständlich – im BIOS einfach die Virtualisierung deaktivieren und alles ist gut.

Da ich die letzten 12 Monate wenig Zeit und noch mehr Arbeit hatte begleitete mich dieses Problem wirklich sehr lange – zeitweise mußte ich sogar einen sehr bizarren KDE Klon zum Arbeiten verwenden.

Die Früchte dieser merkwürdigen Konfigurationsarbeit sehen dann so aus:

 

4 mal Slayer

 

2 Displays sind via DisplayPort angeschlossen und eines über VGA. Einen sinnvollen Verwendungszweck habe ich für soviele Displays noch nicht gefunden. Aber auf 3 Screens läßt sich wunderbar Java schreiben:)

keine weiteren Linux Ports von id Software?

Zu ziemlich allem was id jemals rausgebracht hat gibts einen Linux Port (is  Commander Keen auch dabei? Ich hab keine Ahnung). ID Software hat sehr früh angefangen Linuxversionen von seinen Spielen rauszubringen – meist zeitgleich mit der Windowsversion. Laut diesem Bericht wird sich das bald ändern. 🙁

Davon sind nicht nur die  Games mit der neuen Tech 5 Engine betroffen, sondern auch das neue Wolfenstein, welches auf Tech 4 aufbaut.

Eine Portierung der Tech5 auf den Linux Nvidia Treiber wäre wohl noch machbar, der Aufwand es mit anderen Grafikchips zum Laufen zu bringen wäre allerdings zu hoch.

Id hatte früher konsequent den doch recht kleinen Markt an Menschen bedient die  Linux nutzen und einem Spielchen nicht abgeneigt sind. Wenn man nun hier die Schnittmenge Besitzer einer NVIDIA Karte und Linuxuser bildet wird die Nische doch sehr klein. Ob’s wirklich so schwer ist, das Spiel zu portieren, oder es dem neuen Inhaber ZeniMax Media einfach zu teuer ist vermag ich nicht zu sagen.

Schade drum, ich hab die Games immer gerne gezockt und mich tierisch gefreut, wenn’s 4, 5 Frames schneller bei mir lief als auf dem XP Rechner vom Kollegen.

So lichtet sich die Gruppe der Firmen, die für Linux entwickeln aller Wahrscheinlichkeit deutlich. Spaß hat’s trotzdem immer gemacht. Dafür ein Dankeschön 🙂