Click’N’Load per Tunnelbau an die Pyload Maschine weiterleiten

Wer ab und an bei Sharehostern Dateien lädt kennt sicherlich Click’n’Load. Nach dem Klick auf einen Button im Browser füllt sich die Queue des Downloadmanagers mit neuen Files. Dabei werden Informationen zu Dateien per Http POST vom lokal laufenden Download Programm wie jDownloader oder PyLoad entegengenommen. Dies geschieht durch einen kleinen Webserver der auf dem Port 9666 lauscht. Wenn der Downloadmanager nicht lokal läuft funktioniert der Mechanismus leider nicht.

Mit einem SSH-Tunnel kann man den POST Request an einen anderen Rechner weitleiten. Dort muß neben dem Downloadmanager auch ein SSH-Server laufen.

In meinem kleinen Beispiel läuft Pyload auf einem Pi mit der Ip 192.168.0.110. Um den Tunnel nachzubauen mußt Du also nur die Ip anpassen:

ms@debian:/home/ms# ssh -L 127.0.0.1:9666:192.168.0.110:9666  pi@192.168.0.110 -N

Den Tunnel kannst du mit diesem Link testen.

Nachtrag 21.06.2014
Die Arbeit mit ssh kann man sich generell einfacher machen wenn man ein Configfile für das Tool benutzt. Dort kann man Aliase für Server definieren, deklarieren auf welchem Port sshd läuft oder welcher Key zur Authentifizierung genutzt werden soll. Nähere Informationen dazu gibt es bei den Ubuntuusers oder Nerderati.

JDownloader vernünftig unter Ubuntu ausführen

Mit Java halte ich es wie mit Drogen: wo es nur geht mach ich einen Bogen drum. Java Programme gieren nach Ram, die Swing GUI sieht nicht gerade hübsch aus und beim Programmieren muß ich objektorientierte Orgien abfeiern. Das einzige Programm das ich regelmäßig nutze ist der JDownloader um mir ab und an Dateien bei One-Click-Filehostern herunterzuladen. Mir ist kein Programm bekannt, welches in Sachen Komfort und Bedienung mit den JDownloader auch nur annähernd gleichzieht.

Nun hab ich mir einen neuen Rechner zugelegt und entsprechend ein OS installiert werden. Leider habe ich den Fehler begangen die offene Implementierung der JRE zu installieren. Diese Laufzeitumgebung macht alles noch schlimmer. Die Reaktionszeiten des JDownloaders werden noch größer, ab und an friert die GUI komplett ein. Mir ist klar, daß das nicht alleine an der JRE liegen kann aber ich habe auch nicht wirklich Lust mir diese Probleme wegzubasteln.

Nach der Installation der JRE von Sun Oracle läuft es schon zügiger und stabiler.

apt-get install sun-java6-jre

Falls mehrere JRE’s auf Eurer Kiste laufen muß noch die „richtige“ Laufzeitumgebung ausgewählt werden:

update-alternatives –config java

 

Zusätzlich habe ich noch die Windowdecorations deaktiviert (Settings->User Interface)

 

Bandbreitenbeschränkung unter Linux

Vor langer langer Zeit als ich noch einen Windows PC hatte, konnte man die Upload / Download Ratio von Emule prima mit Netlimiter betrügen. Im Emule alles auf Max stellen und mit dem Tool NetLimiter den Esel in die Schranken weisen. Nun hab ich ein ähnliches Problem mit Downloads auf Netload. Nachts hab ich lt. JDownloader ~1MBit Bandbreite. Leider bedeutet dies nach ca. 1 Minute das Ende für den miesen Router in meinem Mietloch. Nun habe ich das Tool trickle gefunden. Mit einem simplen Aufruf kann man den JDownloader (und auch andere Sachen) prima beschneiden 🙂

trickle -d630 -u30  java -jar /opt/jdownloader/JDownloader.jar

Ich bin begeistert!