Sim Karte dauerhaft in Ubuntu / Linux Mint entsperren / dauerhaft deaktivieren.

Mein Laptop ist mit einer fest eingebauten Datenwanze namens Ericsson Business Mobile Networks BV zu mir gekommen. Ein nerviges Feature des Modems ist das ständige Nachfragen des Netzwerkmanagers nach der PIN wenn eine SIM Karte einliegt – auch wenn man bei der Option „Automatisch entsperren“ einen Haken setzt. Das ist auf Dauer recht nervig, da ich 1,2 mal die Woche mobiles Internet benötige, aber dafür ständig belästigt werde. Um die Karte zu entfernen muß der Akku des Laptops entfernt werden (uptime im Eimer) und kleine Dinge wie SIM-Karten gehen bei mir schnell verloren. Eine Softwarelösung muß also her!

Die Pin läßt sich dauerhaft mit dem Befehl gsmctl aus dem Paket gsm-utils speichern. Dafür muß erst das Device File mit

ms@w530 ~ $ for n in `ls /sys/class/*/*{ACM,wdm}*/device/interface`;do echo $(echo $n|awk -F '/' '{print $5}') : $(cat $n);done

gefunden werden.

ttyACM0 : H5321 gw Mobile Broadband Modem
ttyACM1 : H5321 gw Mobile Broadband Data Modem
ttyACM2 : H5321 gw Mobile Broadband GPS Port
cdc-wdm0 : H5321 gw Mobile Broadband Device Management
cdc-wdm1 : H5321 gw Mobile Broadband USIM Port

In meinem Fall kann man über /dev/ttyACM0 mit dem Modem sprechen und die Pin mit dem Befehl

sudo gsmctl -d /dev/ttyACM0 -o unlock sc all 1234

dauerhaft setzen.

Das Modem kann auch deaktiviert werden. Dafür als Superuser

rfkill block wwan

in die /etc/rc.local eintragen.

Die Seite zu dem Modem im ThinkWiki verrät noch mehr über dieses Modem, auch wie man den GPS Chip in Gang setzten kann – hab ich noch nicht gemacht und nicht so schnell vor.

Mehrere Bildschirme mit dem Thinkpad W530

Eines der nervigsten Bastelthemen die mich jemals beschäftigt haben war die Konfiguration dieses Laptops für den Linuxbetrieb. Die Installation von Debian verlief problemlos – das Thinkpad wollte jedoch auf Gedeih und Verderb nicht mit mehreren Displays arbeiten. In dem Thinkpad arbeiten 2 Grafikkarten, eine von Intel und eine NVIDIA Optimus. Da mir das Umschalten mit Bumblebee zu umständlich war habe ich im BIOS die NVIDIA Karte als Default ausgewählt – siehe Screenshots und den proprietären NVIDIA Treiber installiert.

Diese Konfiguration läuft jedoch nur bedingt – ab und an bootet das System und manchmal leider nicht. Das Stichwort lautet waiting for /dev to be fully populated. Die Lösung ist dieses Problems ist absolut logisch und selbst für den Laien verständlich – im BIOS einfach die Virtualisierung deaktivieren und alles ist gut.

Da ich die letzten 12 Monate wenig Zeit und noch mehr Arbeit hatte begleitete mich dieses Problem wirklich sehr lange – zeitweise mußte ich sogar einen sehr bizarren KDE Klon zum Arbeiten verwenden.

Die Früchte dieser merkwürdigen Konfigurationsarbeit sehen dann so aus:

 

4 mal Slayer

 

2 Displays sind via DisplayPort angeschlossen und eines über VGA. Einen sinnvollen Verwendungszweck habe ich für soviele Displays noch nicht gefunden. Aber auf 3 Screens läßt sich wunderbar Java schreiben:)

I 8> my Thinkpad

Thinkpad Trackpoint macro
Attribution-NonCommercial-ShareAlike License by TDR1

Ich baue normalerweise keine emotionalen Beziehungen zu Gegenständen auf, aber mein Thinkpad mag ich seit dem Tag an dem wir uns kennengelernt haben. Es ist zwar schon ein Lenovo, aber das Teil ist gut verarbeitet und gut zum Arbeiten. Der Trackpoint ist wohl mit Abstand das Genialste seit der Erfindung des Dosenbiers und die Tastatur sucht auch seinesgleichen.

Allerdings war ich nach 1,5 Jahren nicht mehr so zufrieden mit der 160GB Festplatte.

Das Teil war ein wenig zu klein (ich nutze eigentlich nur noch diesen Laptop), zu langsam und ab und an hat sie auch noch komische Geräusche gemacht.

Eine Lenovo Ersatzplatte war mir allerdings ein wenig zu teuer. Nach kurzer Recherche habe ich diese WD HD mit 250 GB Speicher für 55€ gefunden. Beim Einbau gabs (wie erwartet keinerlei Probleme) Hier noch ein paar Bilder von der 5 minütigen Operation:

Benötigt wird ein normaler Schraubenzieher,Kreuzschlitz. Einfach das Schräublein am Rand rausdrehen und die Blende abnehmen

HPIM2012

Die Gummilasche mit dem Schraubenzieher aus dem Gehäuse drücken

HPIM2007

und die Platte einfach rausziehen

HPIM2008

Die seitlichen Gummipuffer abnehmen

HPIM2009

Die 4 seitlichen Schrauben lösen, um die Platte aus dem Rahmen zu nehmen

HPIM2010

Neue Platte verschrauben, Puffer drauf rein und alles klappt.

HPIM2016

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Chromium für Linux

Den Googlebrowser hatte ich schon vor geraumer Zeit unter Linux zum laufen gebracht. Inzwischen bietet Google eine Unstableversion des Browsers für Mac und Linux an.

Auf den 1. Blick surft es sich ganz zügig mit Chromium. Der 2. Blick bringt doch Ernüchterung, der Browser stürzt ab und an mal ab, Plugins laufen noch nicht (und damit auch kein Flash). Gears wird auch noch nicht unterstützt 🙁

Ernsthaft arbeiten kann man mit dem Browser noch nicht, aber immerhin zeigt sich endlich ein Fortschritt bei der Entwicklung der Linux und Macversion. 🙂

Bootchart, Jaunty und mein Thinkpad

Des öfteren liest man von bis zu 30% schnelleren Bootzeiten bei Ubuntu 9.04. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob ich nun 20 Sekunden oder 2 Minuten auf mein System warten muss. In der Zeit mache ich einfach etwas anderes :). Nun bin ich aber über dieses nette Programm namens Bootchart gestolpert, welches auch im Ubuntu-Repository vorhanden ist. Das Tool misst die Zeit des Bootvorgangs, erstellt ein paar nette Diagramme und Infos über das System und speichert ein Bild irgendwo in /var/log. Der Bootvorgang dauert bei mir 35 Sekunden. Klingt eigentlich ganz ordentlich, ein Blick auf die Diagramme beweist mir aber mal wieder aufs neue welch miese Festplatten Lenovo verbaut. Wenn die nächste Ubuntuversion kommt, kann ich nun exakte Vergleiche anstellen 🙂

Jaunty und der X-Server

Heute morgen habe ich mein Ubuntu auf eine neue Version geupgraded. Sieht auf den 1. Blick sehr gut aus. Allerdings müssen (wie immer) ein paar Dinge angepasst werden. Scrollen mit dem Trackpoint klappt nicht mehr und der X-Server wird nicht mehr mit STRG ALT Backspace gekillt sondern mit ALT Druck und K. Da ich gerne Screenshots mache und der X schon 2 mal starb hab ichs in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Dafür reicht ein Eintrag in der xorg.conf:

vi /etc/X11/xorg.conf

Section "ServerFlags"
        Option  "DontZap"       "False"
EndSection

Das Scrollen mit dem Trackpoint muss ich nun auch auf edev umstellen.Dies bringt den Vorteil mit sich, dass ich nicht immer an der blöden xorg.conf rumwerkeln muss 🙂

Einfach diese Datei erstellen

/etc/hal/fdi/policy/mouse-wheel.fdi

und den Kram reinhauen

<match key="info.product" string="TPPS/2 IBM TrackPoint">
<merge key="input.x11_options.EmulateWheel" type="string">true</merge>
<merge key="input.x11_options.EmulateWheelButton" type="string">2</merge>
<merge key="input.x11_options.XAxisMapping" type="string">6 7</merge>
<merge key="input.x11_options.YAxisMapping" type="string">4 5</merge>
<merge key="input.x11_options.ZAxisMapping" type="string">4 5</merge>
<merge key="input.x11_options.Emulate3Buttons" type="string">true</merge>
</match>

nun mit der oldschool Kombi den X neustarten und alles ist gut.

Eclipse, mein neues Thinkpad und die merkwürdige 64 bit Welt

Nun habe ich meinen neuen Laptop fast 1 Jahr, bin schon begeistert, von einem 1,83 Ghz Centrino mit 32 Bit auf 2*2,5 Ghz mit 64 Bit Registerbreite zu springen ist schon ziemlich geil. Nun habe ich mir ein neues Eclipse gezogen (mal in Netbeans geschnuppert) und aus Versehen die 32 Bit Version gezogen. Angemacht und fast Gebrochen. Der Splash Screen war nicht zu sehen. Das letzte halbe Jahr hatte ich mit dem Eclipse aus dem Ubuntu Repository und PHP Eclipse verbracht (leider). Zwischen den 2 Versionen liegen in der Ausführungsgeschwindigkeit Welten. Irgendwie nährt sich in mir immer mehr der Verdacht, dass die x64 Libs leicht fürn Arsch sind. Beim builden von 32bit Apps gibts nur Probleme und der 32Bit Kram läuft deutlich schneller (ich bin nicht gerade der Mensch, der Bootzeiten stoppt). Trotz der Warnung zahlreicher Kollegen hab ichs nicht eingesehen mir ein  32Bit System aufzusetzen. Wenn sich das mit dem Speed bewarheitet, ist ganz schnell ein neues System drauf. Dann kann ich wenigstens mein log-get Tool mal ausprobieren.

Amarok unter Gnome

Amarok bietet Globalshortcuts mit denen ich egal welches Fenster gerade den Fokus hat die Wiedergabe steuern kann. Leider konnte ich Die Play / Pause Tasten von meinem Thinkpad dafür nicht konfigurieren. Die Lösung ist recht trivial; entweder irgendein Skript installieren oder unter System->Tastenkombinationen die Shortcuts für Wiedergabe, Pause, Vor, Rück deaktivieren, dann greifen die Amarok Kommandos.

Thinkpad Tasten und der Trackpoint.

UPDATE:

Seit dem Artikel ist schon ein wenig Zeit ins Land gezogen. Heute habe ich Karmic Koala installiert und das Scrollen läuft noch immer nicht von Haus aus:(

Inzwischen läuft die Geschichte über HAL.

Einfach die Datei /etc/hal/fdi/policy/mouse-wheel.fdi anlegen und den Krams reinschreiben:

true
2
6 7
4 5
4 5
true


Kniffliges Problem trivial gelöst. Über meinem Cursorfled sind 2 Knöpfe zum Vor- und Zurückblättern. Leider konnte ich die unter Linux nicht in Betrieb nehmen. Nach 1 Minute rumklicken fand ich in den Tastatureinstellungen ein Layout für IBM Tastaturen…. wars schon.

Der Trackpoint wird eigentlich automatisch konfiguriert. Was standartmäßig nicht klappt ist das Scrollen mit der mittleren Maustaste. In der xorg.conf den Eintrag für die „configured mouse“ durch folgenden ersetzen und schon tut’s. 😉

Section "InputDevice"
	Identifier	"Trackpoint"
	Driver		"mouse"
	Option		"CorePointer"
	Option		"Device"		"/dev/input/mice"
	Option		"Protocol"		"ImPS/2"
	Option		"ZAxisMapping"		"4 5"
	Option		"Emulate3Buttons"	"true"
	Option		"EmulateWheel"          "true"
	Option		"EmulateWheelButton"    "2"
EndSection

Nachtrag ich hab herausgefunden, dass der Trackpoint auch in der Z-Achse benutzbar ist. So brauch ich nicht mehr die linke Maustaste zu benutzen :)
Dazu benötigt man zuerst die libgnomeui-dev (per apt-get installieren) dann fehlt noch ConfigureTrackpoint Schnell gebaut und unter
System->Systemverwaltung->ConfiugreTrackpoint findet man das Tool. Gewöhnungsbedürftig, aber cool.

Der Thinkpad Button hat auch nicht Out of the Box funktioniert.
Abhilfe schafft folgender Eintrag in
/usr/share/hotkey-setup/ibm.hk

setkeycodes e017 148 # thinkpad button
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