Gnome 3 – Guake automatisch starten

Eins meiner liebsten Tools ist zweifelsfrei guake – idealerweise sobald die grafische Benutzeroberfläche geladen ist. Normal reicht es aus in den „Startprogrammeinstellungen“ (cooles Wort) einen Eintrag dafür anzulegen. Leider klappt das nicht unter Gnome3 weil der D-BUS Daemon noch nicht da ist wenn Guake gestartet wird

(guake:6631): GConf-WARNING **: Client failed to connect to the D-BUS daemon:
Did not receive a reply. Possible causes include: the remote application did not send a reply, the message bus security policy blocked the reply, the reply timeout expired, or the network connection was broken.
Traceback (most recent call last):
  File "/usr/bin/guake", line 1417, in 
    if not test_gconf():
  File "/usr/lib/python2.7/dist-packages/guake/common.py", line 54, in test_gconf
    return c.dir_exists('/apps/guake')
glib.GError: D-BUS-Hintergrunddienst läuft nicht

Das Problem läßt sich leicht mit dem Entfernen eines Häckchens in den guake-prefs beheben:

 

Guake Prefs

Servus Planet!

Hallo zusammen,

ich war vor langer Zeit schonmal mit der Prämisse „Unerklärliches am Rande“ und dem Slogan „Worte des Parteivorsitzenden“ auf dem Planeten unterwegs (Domain schmiddi.co.cc). Wer das noch kennt kann nun im Feedreader auf weiter klicken weil sich nicht viel geändert hat.

Den Vergesslichen und auch Neuen Planetenkonsumenten sei gesagt, daß es sich hier alles um Linux dreht, nette Programme, Bash, wie ich meine Hardware damit zum laufen bringe,  ein wenig Skripten und ab und an Hardware ohne x86 CPU aber mit Linux :).

An Rechnern betreibe ich momentan ein Thinkpad W530 mit Ubuntu, eine kleine Debian Workstation, Raspberry Pi, Pogo Plug sowie diverse Android Telefone + Tablets und meinen heißgeliebten Ebookreader.

In diesem Sinne: auf fröhliches Bloggen!

Kobo Reader Touch unter Ubuntu Linux einrichten

Heieiei nach gefühlten 1000 Jahren schreibe ich mal wieder etwas, das im Planeten der lieben Ubuntuuser auftaucht.

In diesem Artikel will ich zeigen, wie man mit einem einfachen Trick das initiale Setup, Updates und Büchereinkäufe für den Kobo Reader Touch unter Linux durchführen kann.

Das Gerät habe ich eben für 99 € im Elektromarkt mit der extra dummen Reklame erworben weil mir der Kindle zu Amazon-lastig ist und auch kein Epub kann.

Nach dem initialen Einschalten und auch sonst werde ich aufgefordert, das Setup auf dem PC durchzuführen – die Software gibt es leider nur für Macintosh und Microsoft Systeme.

So etwas ist natürlich absolut inakzeptabel – wer will seinen Rechenknecht schon mit mieser Software zumüllen nur um Hardware einzurichten und zu registrieren?

Die Software von Kobo (http://www.kobosetup.de/) läßt sich problemlos mit Wine installieren, bleibt aber beim Punkt bitte Gerät anschließen hängen.

Der Umstand, daß das Setup nicht versucht Treiber zu installieren und auf dem Display des Geräts bei Verbindung zum PC die Meldung erscheint, daß man den Reader vor Trennung auswerfen müsse ließen einen vagen Verdacht in mir wachsen.

Mittels Softlink ins Verzeichniss ~/.wine/dosdevices/ kann man in Wine neue „Windows-Laufwerke“ anlegen.  Das einbinden des Reader Speichers reichte jedoch noch nicht.

Im Reiter Laufwerke von winecfg gibt es eine schöne Übersicht über Laufwerke. Dort kann man auch bequem neue Laufwerke anlegen. Mein Kobo wird per default in

/media/KOBOeReader  

eingehangen. Wenn Ihr die Verknüpfung angelegt habt, müßt Ihr nur noch auf „Erweitert“ klicken und dort als Typ „Diskette“ auswählen.

Nun sollte die Registrierung ohne Probleme laufen

 

Ich hoffe ich konnte mehr als einem Datenreisenden mit dieser kleinen Anleitung helfen 🙂

 

Schnelleinstieg in die Kommandozeile

Vor einem Monat fand die Confoo in Montreal, Kanada statt.  Bei der Konferenz ging es primär um die Entwicklung von Webandwendungen. Die Veranstaltung war also nur bedingt für den normalen Ubuntu-User von Interesse wenn  David Winterbottom dort keinen Vortrag gehalten hätte.

David betreibt die Webseite CommandLineFu. Dort kann man nützliche Befehle für die CLI suchen, einstellen, bewerten oder kommentieren.

In der ~60 Slides langen Präsentation werden wichtige Befehle, Ausgabeumleitung, die Bedienung von SSH und Screen und einiges mehr sehr anschaulich erklärt.

Vor allem User, die ein wenig vor der Kommandozeile zurückschrecken sollten sich die Präsentation unbedingt anschauen. Have Fun!!! 🙂

CommandLineFu for web developers

Strg + c in einem Bash Skript abfangen

Ab und an benötigt man eine neue public IP, sei es um irgendwelche Seiten mit nervigen Ref-Links auszutricksen oder weil einem die aktuelle Zahlenfolge nicht gefällt;).

Ich erledige das seit Ewigkeiten mit ein paar Curl Befehlen die in ein Skript gepackt sind. Gerade eben hatte das Skript jedoch versagt. Nachdem mit Strg+ c den Ablauf abgebrochen hatte war die Leitung getrennt. Die Kabelomi trifft keine Schuld, der Connect Befehl lief einfach nicht durch. Mit dem Befehl „trap“ kann man das Problem aus der Welt schaffen:

#!/bin/bash
# traptest.sh

trap "echo Booh!" SIGINT SIGTERM
echo "pid is $$"

while :			# This is the same as "while true".
do
        sleep 60	# This script is not really doing anything.
done

Statt den User zu erschrecken wird einfach eine Funktion aufgerufen die die Verbindung herstellt.
Wer auch keine Lust hat bekannte mit Ref-Links zu nerven kann sich das Skript anschauen. Ich habe es auf meiner zentralen Müllhalde abgelegt.

Wo bleiben die Aprilscherze im Netz?

Habe ich mich heute mehr als einmal gefragt. Letztes Jahr gabs noch viel zu Lachen. Ubuntuusers wurde von Goggle übernommen und im Ikhaya gabs eine ellenlange Liste mit Scherzen. Aber heute? Der als notorischer Komiker bekannte Linuxnetzer bekam von seinem imaginären Sohnemann Justin Noah Ubunterhosen geschenkt aber sonst machten sich die Scherze leider rar.

Mein persönliches Highlight für diesen Tag erlebte ich vor 5 Minuten, da wurde ich von meinem Browserplugin Adblock+ auf ein neues Produkt aufmerksam gemacht: Adblock Freedom, der Werbeblocker für das real Life. Wer sich für den Betatest bewerben will muß zuerst seine Kreativität an der Schreibfeder beweisen:).

Was war für euch heute die lustigste Meldung die durchs Netz ging? Lebe ich hinter dem Mond, oder gab es heute wirklich nicht viel zu lachen?

 

Addon der Woche: RSS Subscriptions with FEED für Chromium

Es könnte durchaus sein, daß ich schon des öfteren hier niedergeschrieben habe, daß Chromium der Browser meiner Wahl ist. Argument #1 dafür ist die bessere Performance gegenüber Firefox. Die Tage ist ja Version 4 des Mozilla Browsers herausgekommen und ich mußte mit Entsetzen feststellen, daß das Icon zum Abonnieren von Feeds weggefallen ist. Bis vor 15 Minuten nutze ich Firefox fast nur noch um neue RSS Abonnements in Liferea hinzuzufügen da Chrom{e, ium} diesen Button nicht hat. Um weiter bequem Feeds zu abonnieren muß eine Lösung her.

Firefox 3.6, 4.0 und Chrome + Addon im Icon Vergleich

Der rote Knopf in der Adressleiste läßt sich  mit wenig Aufwand nachrüsten. Das Howto habe ich bei Ubuntuforums.org gefunden:

1. Den gconf-editor Starten und nach ‚feed‘ suchen

2. Kommando für den individuellen Reader anpassen. Ich nutze Liferea.

3. Schauen ob die Checkbox bei enabled gesetzt ist.

4. Plugin installieren. (Link)

5. Die Default Application zum Abonnieren wählen

5.Weiterarbeiten als sei nichts gewesen. 🙂

 

Standardanwendung für 1-n Dateitypen ändern

Mplayer ist der Medienplayer meiner Wahl. Auch wenn ich Nautilus verwende möchte ich dieses tolle Programm benutzen. In den Eigenschaften einer Videodatei kann ich das auch einstellen.

Leider werden nun nur Dateien mit der Endung .avi geöffnet. Für ogv, mkv, flv müßte ich den Vorgang nochmal ausführen. Nicht schön . Nun habe ich mir diesen Vorgang genauer angesehen. Wenn ich einen Doppelklick mache schaut der Dateimanager in der Datei  /usr/share/applications/defaults.list welches Programm dem Datentyp zugeordnet ist. Wenn man diese Standardeinstellung überschreibt wird ein Eintrag in der Datei /~/.local/share/applications/mimeapps.list für die Datei angelegt.

In der mimeapps.list stehen z.B. solche Einträge für Videos

video/3gpp=totem.desktop

video/dv=totem.desktopvideo/fli=totem.desktop

video/flv=totem.desktopvideo/mp4=totem.desktop

video/mp4v-es=totem.desktop

video/mpeg=totem.desktop

video/msvideo=totem.desktop

Da auf dem Laptop ein frisches Ubuntu 10.10 installiert ist wird jegliches Videomaterial mit Totem abgespielt. Eine Änderung der Verknüpfung per Maus erzeugt einen Eintrag in der mimeapps.list:

video/x-avi=userapp-mplayer-CSECRV.desktop;

Woher der Rattenschwanz -CSERV kommt kann ich noch nicht sagen. Um nun für alle Videos den mplayer zu nutzen habe ich diesen toĺlen Befehl gebastelt:

grep video /usr/share/applications/defaults.list |sed  ’s/=totem.desktop/=userapp-mplayer-CSECRV.desktop;/g‘ >> ~/.local/share/applications/mimeapps.list

Das klappt natürlich auch mit anderen Dateitypen und Programmen. Allerdings sollte bei sed ein eleganterer Suchbegriff gewählt werden.  Ich hätte dieses Problem wirklich gerne per Point and Click erledigt. Leider hatte ich kein Programm dafür gefunden. Vielleicht kann mir da jemand einen Tipp geben:).

Nachtrag

Becha hat mich auf das Programm Ubuntu Tweak aufmerksam gemacht um solche Zuweisungen zu ändern. Klappt auch hervorragend. Vielen Dank:)

Gonzo hat mich auf meine holprige Verwendung von cat und grep hingewiesen. Ich habe den Befehl geändert und mir (mal wieder) vorgenommen diesen Befehl effektiver zu nutzen.

cat x| grep y

braucht kein Mensch. Merci 🙂

Weniger Dank schulde ich dem Spamvogel, der Samstags zu später Stunde nichts besseres zu tun hat als dumme Kommentare hier zu hinterlassen. Sollte ich dich jemals im RL treffen werde ich Deine Seele verspeisen.