Und noch ein Rechner in der Bude – Raspberry Pi

Ich mag ja kleine Rechner mit und auch ohne Linux drauf, egal ob das Ding jetzt Pogoplug,Nslu2 oder mbed heißt. Inzwischen habe ich mehr Rechner – mit ARM Cpu am laufen als klassische x86. Deshalb habe ich das Erscheinen des Raspberry Pi sehr entspannt verfolgt. Es gibt hier einfach zuviele davon…

Meine Meinung änderte sich jedoch mit dem Erscheinen einer stabilen Version von Raspbmc, einer Linux Distribution mit der XBMC Software. Das wollte ich schon immer haben und wartete eigentlich nur auf den Hack der aktuellen AppleTV Generation.

Der Pi war schneller und für den Preis einer mittelschweren Zecherei  ~ 60 Eur hab ich nun so ein Teil, inklusive Netzteil, Gehäuse und Kühlrippen (wer’s denn braucht).

Gekauft habe ich beim PI3g Shop (kein subventionierter Link).

Die Installation ging leicht von der Hand – Image auf eine SD-Karte schreiben, rein in den Pi, Netzwerk dran, HDMI, Spannung anlegen und einen Kaffee trinken.

Kaffee grabben

Im Anschluss erstmal ein xvid und einen mkv (1080p DTS) Container getestet – läuft tadellos. Die ARD Mediathek ist einfach zu installieren und  läßt sich sehr gut bedienen. Youtube streikt, aber das scheint bekannt zu sein und leicht behebbar. Damit kann das Gerät schon mehr als mein jetziger Player, der mir in seiner Beschissenheit echt die Lust am Basteln geraubt hat. Bedienen tue ich den Spaß mit der Official XBMC Remote. Geht gut von der Hand. Um Texteingaben vom Mobiltelefon an das  Xbmc zu senden mußte ich Username + Passwort festelegen. Das manifestiert sich praktischerweise in einem .htaccess Zugriffsschutz, womit ich den Port sorgenlos in die Weiten des Netzes forwarden kann.  Per ssh kommt man per usr=pwd=raspberry auf den Rechner. Hier ein paar interessante Ausgaben:

 

pi@raspbmc:~$ uname -a
Linux raspbmc 3.6.11 #1 PREEMPT Sun Feb 3 04:42:21 UTC 2013 armv6l GNU/Linux
pi@raspbmc:~$ cat /etc/issue
Raspbmc by Sam Nazarko
http://www.raspbmc.com
pi@raspbmc:~$ cat /proc/cpuinfo
Processor       : ARMv6-compatible processor rev 7 (v6l)
BogoMIPS        : 531.66
Features        : swp half thumb fastmult vfp edsp java tls
CPU implementer : 0x41
CPU architecture: 7
CPU variant     : 0x0
CPU part        : 0xb76
CPU revision    : 7
 
Hardware        : BCM2708
Revision        : 000e
Serial          : 0000000063099a57
pi@raspbmc:~$ ssh
usage: ssh [-1246AaCfgKkMNnqsTtVvXxYy] [-b bind_address] [-c cipher_spec]
           [-D [bind_address:]port] [-e escape_char] [-F configfile]
           [-I pkcs11] [-i identity_file]
           [-L [bind_address:]port:host:hostport]
           [-l login_name] [-m mac_spec] [-O ctl_cmd] [-o option] [-p port]
           [-R [bind_address:]port:host:hostport] [-S ctl_path]
           [-W host:port] [-w local_tun[:remote_tun]]
           [user@]hostname [command]

Ich habe noch die Skriptsprache meiner Wahl in der Cli Version installiert – dank Wheezy sogar in Version 5.4.4-12. Samba läuft bereits und gibt /home/pi sowie USB Laufwerke lesend wie schreibend frei.

Unterm Strich habe ich mit 0 Aufwand ein funktionierendes System zum Abspielen von Webinhalten und Sachen die ich aus dem Internet gezogen habe eingerichtet. Als Nächstes werde ich schauen, wie es mit DVB-* aussieht und ob die kleine Kiste auch noch Pyload schafft. Sehr interessant scheint webiopi damit lassen sich die I/O Pins des PI sehr leicht per Web ansteuern was sehr zum Basteln motiviert.

Neue Fonts auf dem Kobo Touch installieren

Ich nutze meinen Ebook Reader nun seit knapp 2 Monaten und möchte das Gerät für kein Geld in der Welt mehr hergeben. Nach 10.000 gelesenen Seiten habe ich jedoch Lust das Gerät zu modifizieren und ein wenig zu basteln. Neben einer angepassten Firmware habe ich auch ein paar neue Schriftarten auf dem Gerät installiert.

Das Prinzip ist simpel:

  •  Reader mit dem Rechner verbinden
  • Verzeichniss fonts auf dem Kobo erstellen
  • gewünschte Fonts kopieren
  • auf dem Gerät die Schriftart wechseln – siehe Screenshots

Ich nutze im Moment DroidSans weil ich serifenlose Schriften mag. Hier der Schnelldurchgang, um den Font unter Linux zu installieren  – ich nutze Ubuntu 10*?:

ms@nostromo:/media/KOBOeReader$ mkdir fonts
ms@nostromo:/media/KOBOeReader$ cp /usr/share/fonts/truetype/ttf-droid/DroidSans.ttf ./
ms@nostromo:/media/KOBOeReader$ sync

Ich habe bis jetzt nur TrueType Fonts getestet – zu PS Fonts kann ich nichts sagen.

Weitere Fonts findest Du in Deinem System unter /usr/share/fonts/ oder im Netz, z.B. bei den Google Webfonts.

 

Hier noch ein paar Screenshots:

 

 

Am Ende bleibt noch die Frage, welche Schriftarten Ihr als besonders angenehm auf Ebookreadern empfindet. Ich nutze am Rechner primär Consolas,  Courier, falls mal ein Dokument raus muß Meta FF. Auf dem EInk Display gefallen die mir leider nicht so gut.

 

 

Bluetooth Lautsprecher für meine Android Gerätschaften

Bis vor kurzem stand ich Gerätschaften die über Bluetooth kommunizieren äußerst kritisch gegenüber. Mäuse und Tastaturen kaufe ich nur schnurgebunden um Akku- und Batteriemüll zu vermeiden und mit  Headsets schauen die Leute immer so komisch :). Nun habe ich mich des öfteren dabei ertappt, wie ich Musik aus den recht bescheidenen Lautsprechern meines Motorola Xooms lauschte.

Eine Gerätschaft mußte her bei der die Mobilität von Mobiltelefon und Tablet nicht einschränkt. Meine Wahl fiel auf den Logitech Lautsprecher Z515. bei dem die Musikübertragung  über A2DP erfolgt.

Technik

Das Gerät ist ca. 30cm breit, 8cm hoch und 8cm tief. Die Qualität der 2 verbauten Lautsprecher ähnelt der von PC Speakern für 20 bis 30€. Für die Beschallung auf dem Balkon, am See, den kleinen Umtrunk in der U-Bahn oder in der Stube ist der Klang denk ich absolut ausreichend. In dem Gerät ist ein Akku verbaut, der 10h Musikgenuss verspricht. Ich habe den Lautsprecher nicht geladen und höre seit ca. 3 Stunden Musik damit. Es gibt 3 Bedientasten für Lautstärkeregulierung, Pairing und zum Ausschalten. Musik wird entweder per A2DP übertragen oder klassisch über den 3,5mm Klinkenanschluss. Ein 6V Netzteil zum Aufladen liegt bei.

Aufbau

Das Gerät ist recht pfiffig konstruiert. Einen Teil der Rückwand kann man aufklappen und als Stütze verwenden. Dahinter verbirgt sich eine Halterung für den mitgelieferten Bluetooth USB Stick – sehr praktisch. Der Aufsteller ist wie das gesamte Gerät aus schwarzem Plastik und recht dickwandig. Das Gerät steht stabil, nichts klappert. Auch sehr nützlich ist die beiliegende Tasche in der die Box und das Netzteil bequem verstaut werden können.  Die Bedientasten sind leicht zugänglich und blind zu bedienen.

Inbetriebnahme

Nachdem das Pairing (dafür die Lauter + Leiser Tasten zeitgleich für 10 Sekunden drücken) abgeschlossen ist geht es schon los. Ich habe bis jetzt keine Schwierigkeiten mit der Gerätschaft. Die Lautstärke kann sowohl am Lautsprecher als auch am Handy reguliert werden. Die Verbindung brach zu keinem Zeitpunkt ab. Youtube Videos und Musik via Google Music liefen anstandslos über den Lautsprecher. Telefonieren mit Lautsprecher habe ich noch nicht probiert und habe es auch nicht vor 🙂

 

Fazit

Die Klangqualität ist für die Größe absolut ausreichend. Das Gerät ist sehr durchdacht und das Zubehör äußerst praktisch. Ich habe das Teil für 54,14 bei Amazon erworben. Wenn Ihr euch diesen Lautsprecher auch zulegen wollt würde ich mich freuen, wenn Ihr dies über meinen Partnerlink tut:).

 

Zum Schluss bleibt noch die Frage offen wie und ob Ihr Eure Android Geräte als Werkzeuge der Beschallung nutzt.

WDTV – Moviesheets

Das WDTV tut bei mir seinen Dienst. Es spielt Filme ab und macht sonst keine Probleme. Ich hatte nach der Anschaffung die Custom Firmware von B-rad installiert, mich aber weiter nicht damit beschäftigt, da ich irgendwie nach kürzester Zeit Kopfschmerzen bekomme wenn ich mich durch das Forum, Wiki oder die Dokumentation arbeite. Den absolut ekelhaften Hintergrund der GUI (zu sehen in dem Video unten) hatte ich sofort entfernt, doch Moviesheets oder die Youtube Funtkion habe ich bis heute nicht genutzt. Youtube funktioniert prinzipiell ganz gut, die Eingabe per Fernbedienung möchte ich mir jedoch nicht zumuten.

Inzwischen reizt die Moviesheets Option. Prinzipiell ist die Geschichte auch ganz einfach.

Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten statt einer Verzeichnissliste Bilder anzuzeigen. Zum einen gibt es ein zentrales Repository in dem die Bilder gehalten werden, alternativ können die Bilder auch im selben Ordner wie die Filme abgelegt werden. Auch ein hybrid Modus ist möglich / erforderlich. In der Theorie und im WDTV Wiki schaut das so aus:

 

 

 

 

 

 

 

Pro Film können 3 Bilder setzt werden

  • Thumbnails für die Videos
  • das Hintergrundbild
  • das Wallsheet (auf dem Screenshot ist der Antagonist von Deckard zu erkennen)

Am Besten gefällt mir der Gedanken mit dem zentralen Sheetrepository damit Ordnung herrscht. Leider hat die Sache einen Haken. Ich zitiere aus dem Wlxdtv Wiki:

Sheet Mode with central sheet repository
(MSHEETDIR=’/tmp/media/usb/sheets‘)
File Description
sheets folder
sheets/Blade.Runner.avi_sheet.sheet.jpg sheet mode file sheet
sheets/Blade.Runner-1982_sheet.sheet.jpg sheet mode folder sheet
Movies folder
Movies/Blade.Runner-1982 folder
Movies/Blade.Runner-1982/Blade.Runner.avi media file
Movies/Blade.Runner-1982/Blade.Runner.jpg file thumb
Movies/Blade.Runner-1982/folder.jpg folder thumb

Sieht nicht nur merkwürdig aus, sondern ist es auch. Das Verzeichniss Sheets für die Bilder kann frei gewählt werden. Bei mir liegt es auf einem USB Stick, der in dem WDTV steckt. Die Bilder die in der Tabelle in Movies liegen können auch nur im Verzeichniss Movies liegen. Wenn man also kleine Bilder für jeden Film sehen möchte muß man trotz Nutzung des Repositories  Bilder im gleichen Verzeichniss wie die Filme ablegen. Damit wird diese Repo-Geschichte in meinen Augen obsolet. Warum sollte ich mir einen 2. Ort schaffen, an dem (ich) ein Skript arbeiten muß.

Nun ja soweit so gut. Wenn ich nun die Bilder entsprechend benenne und im Ordner mit den Filmen ablege funktioniert der tolle Wall Modus. Leider auch in der Theorie. Ein äußerst bescheuerter Bug listet die Bilder auch im Video Modus auf. Das heißt wenn ich Thumbnail per Fernbedienung markiere und auf Ok drücke sehe ich das Bild im Großformat statt des Films -aaaaaaaahhhh. Mit Platten die an die WDTV angeschlossen sind besteht dieses Problem nicht. Nur wenn ich auf Netzfreigaben zugreife ist der Filter auf Filme nicht gesetzt. Ein wundervoller Bug in der Firmware der sich nicht umgehen lässt.

Im Wiki wird auf eine Anleitung mit dem charmanten Titel „Linksheets for Idiots“ hingewiesen, die es erforderlich macht jeden Film in einem seperaten Ordner zu halten. Anscheinend war auch der Autor der Anleitung ein  wenig minderbegabt…

Dieser Blogartikel fasst 2h Recherche im WDLXTV Dschungel zusammen. Dem Thema Skripts habe ich mich gar nicht erst angenommen da ich nicht bereit bin Chaos in meine Ordner zu bringen.Momentan denke ich noch über ein kleines Skript nach das großzügig Softlinks und Ordner erstellt. Wahrscheinlicher ist jedoch, daß ich noch ein oder zwei Firmware Versionen abwarten werde bevor ich mir die Moviesheets noch einmal anschaue. Schade eigentlich :(.

Bequemer Bashskripte zusammenfriemeln

Momentan beschäftige ich mich verstärkt mit der Skripterei und muß sagen, daß mir dies erstaunlich schwer fällt. Leerzeichen wollten beachtet sein, ab und an müssen Pfade escaped werden und die Arbeit mit Arrays kotzt mich zum Teil richtig an. Aber es wird langsam besser :).

Sehr hilfreich ist ein eigenes bin Verzeichnis. Da meine Skripte nur und viel mit Dateien arbeiten – sonst würde ich es mit irgendwas anderem machen – sollte der Aufruf auch bequem sein.

Um nun nicht jedesmal sowas wie

./skripta -a -b -c ~/zeugs/bearbeitemich

Habe ich das Verzeichniss ~/bin angelegt. Dort liegen die Skripte an denen ich gerade werkel. Damit meine Bash auch weiß, daß es da Programme gibt, habe ich das Verzeichniss der PATH Variable hinzugefügt:

export PATH=$PATH:~/bin/

Damit Um die Sache permanent zu gestalten habe ich diesen Befehl meiner .bashrc hinzugefügt. Sehr schön:).

 

 

WD TV Live

HPIM2482 Letzte Woche habe ich was von Pferden und Heimkino erzählt. Am Donnerstag hab ich dann das Western Digital Live HD und das billigste HDMI-Kabel, welches ich finden konnte bestellt. Gestern morgen hat der Postbote  den Player gebracht. Da ich nicht so der Unboxing Freund bin, hier eine kurze Beschreibung für den Interessierten: In dem braunen Postpaket lag ein Lieferschein sowie eine kleinere schwarze -größer geht eher schwer – Kiste. Als ich diese kleinere Kiste öffnete erblickte ich zum ersten Mal mein WD TV Live. Es waren bis auf das HDMI Kabel alle zum Anschluss benötigten Leitungen dabei;). Ebenfalls enthalten waren:

  • 1 CD ROM
  • bissi Papier
  • 1 Verweis auf die GNU General Public Lizenz
  • Netzteil

Naja auch egal. Der Anschluss an den Fernseher sollte niemanden vor größre Probleme stellen. Eingestellt hab ich fast nichts. Systemsprache auf Deutsch und eine feste IP. Das Gerät hat sofort alle Freigaben im Netzwerk gefunden und bis jetzt alles ohne Ärger abspielt. Auch die Bedienung ist in Ordnung. Nach 90 Minuten Film ist das Gerät ein wenig warm. Zwar nicht kühl aber deutlich kühler als ein normaler Laptop. Das Gerät arbeitet ohne Lüfter, alles wird wie es scheint recht ordentlich passiv gekühlt. Mission erfüllt, mehr wollte ich eigentlich nicht. Youtube-Videos werden mir leider nur in krüeliger Minimalauflösung gezeigt. Auch ist die Texteingabe recht mühsam. Man muß mit dem Cursor der Fernbedienung eine Bildschirmtastatur bedienen. Ich muß mal schauen, ob ich irgendwie eine USB Tastatur an das Gerät hängen kann. Webradio geht gut, den Zugriff auf Flickr habe ich noch nicht ausprobiert. Für meinen Geschmack ist die Fernbedienung zu klein. Ich verleg sowas  ständig. Nun wäre der Post an dieser Stelle schon zu Ende, wenn nicht jeder von der WDLXTV Firmware reden würde. Ich wollte das natürlich auch ausprobieren, es muß ja was bringen, wenn sich jemand soviel Mühe damit macht, oder? Laut der WDLXTV Readme  kann man folgendes mit der Firmware machen (Auszug):

  • Moviesheet capability – sheet/wall/fullscreen std (recliq)
  • AutoZoom out during video playback for overscan fix
  • WDTVExt dynamic OSD modification software (pibos)
  • external dvd drive capability
  • mounting of NFS under ’network shares‘ (http://b-rad.cc/cifs-interceptor)

Dazu kommen dann noch Features die vielleicht nicht meine Medienkonsum verbessern aber dennoch sehr cool sind:

  • Dropbear SSH server
  • YouTube HD support
  • Telnet server
  • fully featured webend interface with irc/telnet/filemanager/remote/bug report/etc
  • apache webserver with php
  • pure-ftpd server with TLS
  • perl, bash, etc…
  • rtorrent bittorrent with rutorrent web ui
  • user suppliable init.d scripts

„Upgrade auf WDLXTV“

Das Aufspielen der neuen Firmware ist wenig sensationell. Ich habe das Wohlfühlpaket von Brad installiert. Das entsprechende Zip File gibts auch auf seiner Seite. Bei dieser Firmware handelt es sich um einen permanenten Flash. Das heißt die orginal Firmware wird komplett ersetzt. Es muß kein Speichermedium mit der Custom FW eingesteckt sein. Das Rückspielen der orginalen Firmware ist möglich. Benötigt wird für den Flash nur ein USB Stick, die Firmware und ein WD TV Live:

  • Die beiden Dateien wdtvlive.bin und wdtvlive.ver auf einen USB Stick kopieren und diesen in die WDTV einführen.
  • Gerät einschalten. Die Frage, ob man updaten will bejahen.
  • Die WDTV Live startet neu und nach ein paar Minuten ist es vorbei. Gerät nicht ausschalten!
  • Nun sollte das Teil nochmal durchbooten und alles ist gut.
  • Stick rausziehen, wird nicht mehr benötigt. Fertig

Einstellungen

Zuerst habe ich mir mal das Webinterface angesehen. WDTV Live Web GUI Man sieht welche Dienste laufen, kann das Teil per Klick steuern, sieht welche Daemonen werkeln, die Ausgaben von top und df und noch ein paar weitere Spielereien. Ganz nett. Um SSH zu nutzen muß erst ein Root Passwort gesetzt werden. Dafür muß man per Telnet auf die Kiste verbinden und das Passwort setzen. Die Telnet Anmeldung ist per usr:root pwd: blank möglich. Wenn das Root Passwort gesetzt ist, sollte man den Telnet Daemon möglichst deaktivieren. Ich hab mich dann mal daran gemacht, Daemonen auszuschalten, die ich nicht brauche und die kleine Kiste mal per SSH zu besuchen. Die 1. Überraschung kam prompt:

chmod -x /etc/init.d/S75telnetd

geht nicht, da

chmod: /etc/init.d/S75telnetd: Read-only file system
Nun ja an der mtab möchte ich nichts ändern, bevor ich nicht weiß, warum das Filesystem nur lesend eingehangen ist.
Die Dienste lassen sich jedoch mit dem Befehl config_tool deaktivieren. Alternativ kann man direkt in das File /config/config schreiben. Allerdings werden hier keine Syntaxfehler verziehen.
Wenn in der Datei Unfug steht, funktioniert das OSD nicht mehr.
Telnet ging so aus:
config_tool -c TELNETD=OFF
und der FTP Daemon so:
config_tool -c FTPD=OFF

Am Ende des Posts findet Ihr alle nützlichen Links, die ich zu dem Thema gefunden habe, dort findet sich auch eine Auflistung zu diesem config_tool. Ich hab dann noch die Passwörter für SSH und das Webinterface geändert. Ports sind zwar keine auf die Kiste geforwardet, aber man weiß ja nie. Dank Authorized_keys und dem Passwortmanager moderner Browser tut’s auch nicht weh. Um Youtube Videos auf HD zu schauen reicht dieser 3 Zeiler:

config_tool -c APACHE=ON config_tool -c YOUTUBE_SWITCHER=youtubeHD config_tool -c YOUTUBE_QUALITY=1080P

Die Auflösung der Videos hab ich mit dem Auge geprüft. Bei diesem Video von den amerikanischen Kunstfliegern sieht man es recht einfach. (Idealerweise das Video erstmal vor der Umstellung schauen). Sucht einfach bei Youtube nach „Blue Angels“, müßte der 1. Treffer sein. http://www.youtube.com/v/W6tB8Lf7YoU?fs=1&hl=de_DE&rel=0 Tja was hab ich sonst noch rausgefunden? Bis jetzt leider noch nicht soviel. Die Movie Sheets sehen recht interessant aus. http://www.youtube.com/v/pNDQxnVkFEM?fs=1&hl=de_DE&rel=0 Momentan schaue ich Filme „direkt auf dem Dateisystem“. Mediatomb ist deutlich komfortabler, kommt aber nicht mit MKV Dateien zurecht. . Ich glaube nicht, dass meine Slug genug Power für den ffmpeg Wrapper hat. Da ich eh noch nicht im Besitz von BluRay’s bin, mache ich mir da noch keine Gedanken. Wenn ich ein wenig schlauer bin, aktualisiere ich den Post.

Technisches

Die Hardware ist jetzt nicht sooo interessant für mich. Ich hab nur mal die Ausgaben von 2, 3 Standardbefehlen hier reingeschrieben.

Anschlüsse

2 USB 2.0 1 Spdif 1 HDMI Composite ausgang LAN

Abmessungen

(H x B x L) 40 X 125,5 x 100mm

Prozessor

Der Prozessor kommt von Sigma Designs. Zu der CPU habe ich nicht wirklich viel gefunden. Das gute Stück heißt TangoX und hat wie es scheint eine MIPS Architektur, ist mit 500Mhz getaktet und hat einen DSP (333Mhz) an Bord der sich wohl um die Videos kümmert.

# cat /proc/cpuinfo system type : Sigma Designs TangoX processor : 0 cpu model : MIPS 24K V7.12 FPU V0.0 Initial BogoMIPS : 332.59 wait instruction : yes microsecond timers : yes tlb_entries : 32 extra interrupt vector : yes hardware watchpoint : yes ASEs implemented : mips16 shadow register sets : 1 VCED exceptions : not available VCEI exceptions : not available System bus frequency : 333000000 Hz CPU frequency : 499500000 Hz DSP frequency : 333000000 Hz

Speicher

# cat /proc/meminfo MemTotal: 199056 kB MemFree: 6496 kB Buffers: 34496 kB Cached: 91952 kB SwapCached: 0 kB Active: 96032 kB Inactive: 68224 kB SwapTotal: 0 kB SwapFree: 0 kB Dirty: 16 kB Writeback: 0 kB AnonPages: 37856 kB Mapped: 25296 kB Slab: 14480 kB SReclaimable: 3216 kB SUnreclaim: 11264 kB PageTables: 4896 kB NFS_Unstable: 0 kB Bounce: 0 kB CommitLimit: 99520 kB Committed_AS: 450464 kB VmallocTotal: 1048272 kB VmallocUsed: 3808 kB VmallocChunk: 1043504 kB

Kernel

# dmesg |grep Linux Linux version 2.6.22.19-19-4 (andy@SVN-server) (gcc version 4.3.2 (Sourcery G++ Lite 4.3-51) ) #28 PREEMPT Mon Mar 22 20:08:14 CST 2010 SMP86xx Enabled Devices under Linux/XENV 0xcfd0bcbc = 0x001b3efc

Dateisystem

# df Filesystem Size Used Available Use% Mounted on /dev/sigmblockh 285.9M 285.9M 0 100% / mdev 97.2M 0 97.2M 0% /dev none 97.2M 2.9M 94.3M 3% /tmp none 97.2M 2.9M 94.3M 3% /etc/mdev.conf /dev/loop0 122.0K 2.0K 120.0K 2% /tmp/static_config none 97.2M 2.9M 94.3M 3% /apps /dev/sigmblockh 285.9M 285.9M 0 100% /var/www /dev/sigmblockh 285.9M 285.9M 0 100% /osd/image/youtube_logo.png

Links

Die Firmware: http://b-rad.cc/wdlxtv-live/ Das Wiki zur Firmware: http://wiki.wdlxtv.com/S00custom-options%23Custom_USB_slot_icons Das Forum: http://forum.wdlxtv.com/ Über nützliche Tipps und Anregungen freue ich mich natürlich immer

Ein wenig Heimkino

TV
Attribution-NonCommercial-NoDerivs License by Melissa Segal

Es scheint schier unmöglich Produktvorstellungen von Apple zu verpassen.Ungefähr zwei-, dreimal im Jahr steht Steve Jobs auf einer Bühne und zieht neue IPods, Phones oder Pads aus seiner Hose und so ziemlich jede Nachrichtenseite berichtet darüber. Bemerkenswert fand ich bei der aktuellen Vorstellung das überarbeitete Apple TV. Bei dem Gerät handelt es sich um eine sogenannte Set-Top-Box. Sinn und Zweck des Teils ist das Abspielen von Musik und vor allem bewegten Bildern. Das Gerät kommt ohne Lüfter und Festplatte aus. Sehr lobenswert ist das integrierte Netzteil. Der Preis ist mit 120€ auch mehr als OK. Leider kann das Gerät kein Full HD abspielen. Die Wiedergabe von Medien aus dem eigenen Netzwerk scheint nur via Airplay zu funktionieren. Die eigentliche Bestimmung des Geräts ist es glaube ich in Online Stores Medien zu erwerben oder zu mieten.

Auch wenn das Gerät nichts für mich ist, hat es mich dazu gebracht mir mal wieder Gedanken über mein Home Entertainment zu machen. Momentan sieht es bei mir so aus was den Datentransfer betrifft. Das Bild soll keine Netzwerk Topologie darstellen.

so siehts aus

Herzstück meines Systems ist mein Slug, ein kleiner Server der mir als NAS und Printserver dient. Das Teil ist nicht wirklich schnell, dafür funktioniert es tadellos. Um den Punkt Unterhaltung kümmert sich meine Nintendo Konsole mit Homebrew. Klingt merkwürdig, klappt aber ausgezeichnet. Mit dem Programm WiiMC „konsumiere“ ich Bilder, Musik und Filme, die auf meinem Slug liegen. Die Steuerung mit der Wii Fernbedienung ist ausgezeichnet. Man zeigt einfach auf den Bildschirm und wählt aus, was man sehen will. Einfacher geht es wirklich nicht. Leider hat die Wii keinen HDMI Ausgang. Darum bleibt mir der Konsum von HD Material verwehrt.

Da es inzwischen eine große Auswahl an HD Filmen gibt, will ich hier mal ein kleines Update machen. Ein PC unter dem Fernseher kommt für mich nicht in Frage und auf meiner X-Box kann ich leider kein Homebrew Zeug installieren . Abgesehen davon ist die 360 auch viel zu laut. Ein neues Gerät muß also her.

Ideal wäre eine Wii mit HD Ausgang. Leider wird es noch einige Jahre dauern, bis es sowas gibt. Ich brauche ein Gerät, das

  • Full HD wiedergeben kann
  • entsprechend einen VGA, DVI oder HDMI Ausgang hat
  • eine Netzwerkkarte oder WLAN Apdater besitzt
  • einigermaßen leise ist
  • 3,5mm Klinken oder Chinch Ausgang hat

Ein Laufwerk benötige ich nicht, da ich nur Sachen aus dem Netzwerk  anschaue und höre. Richtig cool wäre es, wenn man eine Linux Distribution darauf installieren kann. Damit wäre ich unabhängig von Firmware Updates des Herstellers und hätte das gute Gefühl ein weiteres Gerät mit ordentlichem Betriebssystem in meinem Haushalt zu haben.

Vor geraumer Zeit hatte ich schon einmal nach einer eierlegenden Wollmilchsau gesucht und sie nicht gefunden.

Das WD TV Live von der Firma Western Digital kommt meinen Wünschen noch am nächsten. Ich habe zwar schon recht viel Gemecker über die Firmware gehört und das WD bei der Pflege ein wenig faul ist, aber die von B-Rad angebotene Custom Firmware soll sehr gut sein.

Ich mach mich jetzt noch ein wenig schlau und bestell mir dann so ein tolles Gerät.

Wie konsumiert Ihr zuhause Filme? Habt Ihr ein ähnliches Gerät, vielleicht sogar das Gleiche oder funktioniert das bei Euch ganz anders?

Nachtrag

Ich hab gerade den Player von WD bestellt.. Wenn die Kiste da ist werde ich ein wenig damit spielen und an prominenter Stelle darüber berichten :).


Desktop Hardware Basteleien

Cray
Attribution-NonCommercial License by Laughing Squid

Nach vermuteten 6 oder 7 Jahren starb gestern der Büro PC meines Vaters. Sämtlicher Voodoo wollte nicht helfen.Er wurde ausgeschaltet und wachte nie mehr auf. Der Tod des alten Mannes für Computer. Man wird sich seiner Existenz bewußt. Nach Jahren der Abstinenz muß ich mich wieder in den Dschungel der PC Konfigurierer wagen. Mal bei Chip.de oder sowas Schrägem schauen. Kennt jemand eine schöne Motherboard / CPU Kombination für einen ordentlichen Rechner? Ideal war etwas das ich  „Classic Design“ nenne. Es soll weder Zock Maschine noch Büro Computer sein. Photoshop genügend Saft für Videobearbeitung sowie vielleicht eine VM in der nix Großes läuft müssen drin sein.

Sehr wichtig ist die Hardware. Ich brauche nur RAM, CPU, Speicher und die Grafikkarte. Der Rest ist da. Beim Speicher zögere ich noch wegen den „kleinen“ 2 GB Riegeln zwecks späterem aufrüsten. Bei der Grafikkarte wusel ich mich gerade durch die Shops. Irgendwas Hau ihn tot für 150€ bis 200€. CPU ist ja momentan Intel das Maß aller Dinge hörte ich.. Sollte man noch Dual Core kaufen? Asus ist mein Lieferant für die Platine.Von allen Anschlüssen ein wenig. Vielleicht USB3.0? Aber wer will im Jahr 2010 noch einen USB Anschluss hinter dem PC haben?Generell hab ich ein mulmiges Gefühl wenn die Verpackung zu irre aussieht. Firmennamen die unleserlich sind, wirre Graffittis, grelle Farben usw. Normale Hardware von normalen Herstellern. Sehr geil wäre so ein Multi-card Reader für den 3,5″ oder 5,25″ Schacht. Verbaut war ein sehr praktisches Teil von Revoltec. Leider frißt das nur SD Speicher bis 2 GB. Wichtig ist, dass das Gerät auch die bizarrsten Speicherformate akzeptiert, da die dort durchaus auftreten:) Kennt von Euch jemand ein ähnlichess Teil mit mehr Komfort das auch größere Chips verdaut? Geräte die an einem Kabel hängen werden nicht benötigt. Das Teil muß in den Einbauschacht.

Nachtrag

Yeah, das Teil ist nun schon 1 Woche am laufen. Bei der CPU hab ich mich für einen Quad Core (Intel Q9400, 2,66Ghz) entschieden. Das Mainboard ist von Asus und hört auf den schönen Namen P7P55D. Beim Speicher wurde ein wenig gegeizt. Ich hab 4GB Geil Speicher mit 1,3Ghz Taktung drin. Nächstes Jahr ist der RAM billiger, dann bekommt die Kiste das Upgrade auf 16GB da freut man sich, wenn die gealterte Hardware auf einmal schneller läuft:).

Der Kartenleser für den Einbauschacht habe ich von einem Freund bekommen. Im Internet ist das Ding nicht zu finden und mir ist der Name gerade entfallen. Aber das Gerät frißt alle möglichen und unmöglichen Speicherkarten und hat noch einen USB Port. Leider sitzt es da wo einst der Floppy sein Zuhause hatte. Der 3,5″ Schacht ist beim Chieftec Midi Tower leider etwas tief und man muß sich ein wenig bücken.

Ansonsten kam noch eine neue Platte sowie ein CD /DVD/+-RW /DL + – /RW Laufwerk dazu:)

Da auf dem Rechner ein Microsoft OS laufen muß, hab ich Windows 7 Professionelle als OEM Version gekauft für sensationelle 125€ gekauft. Leider mußte ich das 2 mal tun. Die 1. DVD ließ sich partout nicht lesen. Die DVD sah auch richtig schön OEM aus mit DELL Logo  Warnhinweisen usw. Obwohl ich das Siegel gebrochen hatte, konnte ich die DVD zurückgeben. Mit der 2. gings dann auch. Bei dem Päckchen lag auch eine Broschüre dabei, die darüber informiert, daß der Verkauf von OEM Lizenzen ohne Hardware in Deutschland durchaus legal sei. Fand ich toll

Double Layer mit Linux börnen

Laser light
Attribution License by Shayan (USA)

Aus gegebenem Anlass habe ich heute zum 1. Mal in meinem Leben eine DVD per Commandline gebrannt. Da ich normalerweise maximal 3 CD’s im Jahr für den MP3 Spieler im Auto brenne, war mir das immer zu hart. Für diese Fälle nutzte ich einst K3B und seid geraumer Zeit den Gnome Baker.

Heute war jedoch Bedarf für eine Double Layer DVD. Wenn ich es recht verstanden habe, sind da quasi 2 Brennschichten übereinander. Gebrannt wird von natürlich von unten. Ein Drehen der Scheibe wie bei Schallplatten oder alten Video DVD’s ist nicht erforderlich. Der Laser brennt die obere Schicht wohl mit mehr Power.

Aber egal. Sinn und Zweck der Geschichte ist meine XBox. Da mir schon mehr als ein optischer Datenträger im Laufe meines Lebens um die Ohren geflogen ist, will ich meine teuer erkauften Orginale natürlich sichern. Der Flash, also das Feature gebranntes in der XBox zu verarbeiten wurde günstig von einem „Internetbekannten“ durchgeführt, da mir das Programmiergerät fehlt. Der Vorgang scheint jedoch sehr interessant und spaßig zu sein. Unter anderem muß auf der Steuerplatine des XBox DVD-Laufwerks gelötet werden.

Das Coole am double oder dual Layer brennen ist der Line Break. Dies ist der Übergang zwischen den Schichten (L0 und L1). Der will bei XBox Spielen immer am selben Platz sein (1913760). Das habe ich mit Gnomebaker leider nicht hinbekommen. Die Konsole erkennt zwar das Game, findet es aber Scheiße und will nichts abspielen. Die Lösung liegt wie Eingangs schon erwähnt in einem netten Konsolentool. Das Programm heißt growisofs und der Aufruf ist spektakulär:

growisofs -use-the-force-luke=dao -use-the-force-luke=break:1913760  -dvd-compat -speed=2 -Z /dev/sr0=IMAGE.
Mein Brenner heißt sr0 und das Image IMAGE. Mehr will ich davon auch nicht wissen.
Simon hat mich in den Kommentaren auf ein Frontend namens QISOBurn für growisofs hingewiesen.
Um es zu verwenden wird zuerst das PPA hinzugefügt
sudo add-apt-repository ppa:ferramroberto/extra
sudo apt-get update
und anschließend QISOBurn installiert.
sudo apt-get install qisoburn
Das Tool funktioniert bei mir einwandfrei. Hier noch ein Screenshot:
phpISr1zb
Zur Dauer: 7,9 GB mit 2 facher Geschwindigkeit dauert eine Ewigkeit. Da hat man auch noch Zeit für anderes. Aber solche Images wollen mit Liebe und Geduld gebrannt sein.
Zu den Banngeschichten.:Wer Raubkopiertes auf der XBox spielt, kann aus dem Online Dienst von Microsoft rausfliegen. Wie die das merken weiß ich nicht, aber da ich ja nichts böses tu fühle ich mich doch sehr sicher. Über Korrekturen, Tipps oder ein wenig Fachwissen würde ich mich natürlich sehr freuen 🙂

Minikamera MD80 aus China

minikamera

Am 9. Juni dieses Jahres habe ich beschlossen mir die Kleinstkamera MD80 zuzulegen. Auslöser war dieses Video, auf das ich irgendwie beim „Sinnlos-Surfen“ gestoßen bin. Sehr interessant waren die Preisunterschiede. Bei Amazon kostet die Kamera 100€ . Bei Ebay gibts das schöne Teil für  3,98€ zzgl.6,99€ Porto – aus China. Da ich keinerlei Interesse daran hatte, einen Kapitalismusaufschlag von 89,03€ zu zahlen, orderte ich  direkt bei den Kommunisten.

Abgesehen davon wollte ich schon immer mal was  aus China bestellen 🙂

Mein freundlicher Freund Hannes orderte den Artikel, da ich nicht im Besitz eines Ebayaccounts bin und Angst vorm deutschen Zoll habe.

Sie haben eine Zahlung über 10,97 EUR an 傅清清  gesendet.

Trotz aller Unkenrufe, das ich das Gerät im besten Falle an Weihnachten habe, kam sie schon gestern an.

Im Lieferumfang enthalten waren zahlreiche nützliche Halter für die Kamera, eine Installations CD (nicht angesehen), Mini USB Kabel, chinesisches Handbuch (von vorne bis hinten durchgelesen) sowie ein Netzteil um das Gerät über Steckdose zu laden. (Natürlich kein Schukostecker).

Die Halter sind wirklich super.

  • Nr.1 läßt sich mit Kabelbindern oder Schrauben befestigen,
  • Nr. 2 hat eine Klammer für die Montage an Textilien.
  • Nr.3 hat einen Magneten um die Kamera an metallischen Oberflächen zu montieren.

Hier noch ein paar weitere technische Daten:

  • Aufnahmequalität: 2 Mega Pixel / Farbe CMOS
  • Aufnahmewinkel: 62°
  • Lichtempfindlichkeit: 1Lux (min)
  • Speichermedium: Micro SD Max. 8GB Micro SD
  • Videofunktion und Format: JPEG, AVI format VGA(640 x 480 / 30 Bilder/sec.)
  • Gewicht: 50g * Größe: 55 x 28 x 20 mm
  • Speicherverbrauch: 1GB per 40 min * Aufladezeit: 2h * Standby Zeit: 260h

Angeblich kann das Gerät bis zu 2h aufzeichnen. Da ich momentan nur eine 1GB SD Karte besitze, konnte ich das noch nicht testen.

Bemerkenswert war auch die Verpackung. Die Schachtel sieht aus wie mit einem Tintenstrahldrucker bedruckt un trägt den Titel „World’s smallest voice recorder“. Kamera und Zubehör waren nicht in die entsprechenden Halterungen geklipst, sondern flogen einfach darin rum. Nicht toll, aber besser als die unmöglichen USB-Stick Verpackungen, die nur mit dem Messer zu öffnen sind.

Das Gerät ist für Menschen mit großen Fingern schwierig zu bedienen. Die Speicherkarte konnte ich nur mit einem Schraubenzieher zum Einrasten bewegen. Auch sind die Knöpfe  konstruktionsbedingt recht klein.

Das Gerät hat 3 Betriebsmodi:

  • normale Aufnahme
  • Webcam (hab ich unter Linux noch nicht zum Laufen bekommen, da merkwürdiger Chip)
  • Sound Control (Kamera zeichnet auf, wenn Umgebungsgeräusche > 60 DB vorhanden).

Für den interessieren hier noch ein deutschsprachiges Handbuch im PDF Format.

Wenn Ihr das Gerät via USB mit dem Rechner verbindet, habt Ihr man Zugriff auf die Micro SD Karte.

Was mich momentan noch sehr stört ist der Zeitstempel im Bild. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich den entfernen kann.

Hier mal ein 1. Test der Kamera. Da ich seit heute morgen um 2 Muttermale ärmer bin, wurde nicht mit dem Fahrrad gefilmt.   Befestigt wurde die Kamera mit Halter #1  unter dem Nummernschild meines Autos. Ich habe die Kamera zusätzlich mit einem Kabelbinder im Halter befestigt. 6:53 Minuten Film  benötigen 576 MB auf der SD Karte.

Das Video wurde mit Avidemux konveritert (Schnelleinstellung FLV).

http://www.youtube.com/v/eWg1xH556fU&hl=de_DE&fs=1?rel=0

Ich finde, daß die Kamera für 11 € ein recht gutes Bild liefert.  Wenn ich weitere Informationen oder Nützliches zu der Kamera finde, werde ich diesen Artikel aktualisieren. HF^^

Nachtrag:

Durch Mike habe ich erfahren, daß das beiliegende USB Kabel unbrauchbar ist. Sowohl bei mir als auch bei ihm konnte die Kamera nicht damit geladen werden.

Und noch einmal:

Zeitstempel im Bild bearbeiten und / oder entfernen

Der Peer fand heraus, dass es ein sehr nützliches Tool zum Stellen der Uhr gibt. Unter Linux läuft das Tool mit Wine leider nicht.

Dank einer kleinen Recherche auf dieser Seite weiß ich nun, daß ich eine Kamera des Typs 3 habe. Wie das Datum per Textdatei eingestellt wird kann man ausführlich auf der Seite nachlesen.

Im Schnelldurchlauf gehts so:

schmiddi@schmiddi-laptop:/media/60E7-215B$ echo  [date] 2009/12/29 16:58:00 >tag.txt
schmiddi@schmiddi-laptop:/media/60E7-215B$ sync
Kamera vom PC trennen, Aus und Einschalten tadaaa dann müßte es gehen. Die Datei tag.txt wird von der Kamera automatisch gelöscht.
Den Pfad müßt ihr bei euch anpassen. Das Entfernen des Timestamp ist mir bis jetzt leider nicht gelungen. Chuck Lohr  meint auf seiner Seite, daß man bei meinem Modell die Timestamp nicht deaktivieren kann :(. Einen schönen Vergleich der Kameras gibts auch bei Cuck.
Für Virtual Dub gibts einen Filter, der die Timestamp entfernen kann. Logoaway nennt sich das Ganze und es scheint recht ordentlich zu klappen

http://www.youtube.com/v/feQU98TzyzY?fs=1&hl=de_DE

Der Windows Fraktion ist nun geholfen. Leider gibts Virtual Dub nicht für Linux und Avidemux kommt mit dem Filter zurecht. Verdammte Axt! Ich werd mir jetzt mal ein paar Gedanken machen. Erfolge und Niederlagen werde ich wie immer hier niederschreiben