Serielle Kommunikation über Bluetooth

Für ein kleines Projekt (Mobiltelefon steuert Arduino) habe ich mir ein HC-06 Bluetooth Modul für wenig Geld in China besorgt. Bluetooth habe ich nie gemocht, weil ich nie viel Freude daran hatte diese Gerätschaften unter Linux zu konfigurieren, aber der Preisunterschied zu Arduino WLAN Modulen hatte dann doch den Ausschlag gegeben:).
 Über GUI ließ sich das Gerät leider nicht konfigurieren, aber  mit den bluez-utils auf der Kommandozeile ließ sich das Problem rasch beheben.

Zuerst muß die MAC Adresse des Moduls in Erfahrung gebracht werden.

ms@debian:~/$ hcitool scan
Scanning ...
	0C:DF:A4:DE:01:54	S3350
	20:14:04:11:15:16	HC-06

Das File rfcomm.conf anpassen

root@debian:/# cat /etc/bluetooth/rfcomm.conf 
#
# RFCOMM configuration file.
#
 
rfcomm0 {
#	# Automatically bind the device at startup
	bind yes;
#
#	# Bluetooth address of the device
	device 20:14:04:11:15:16;
#	# RFCOMM channel for the connection
	channel	1;
#
#	# Description of the connection
	comment "HC-06";
}

Nun die Pin des Geräts (Default ist 1234) setzen – Mac Adresse am Besten per Tabulator vervollständigen
root@debian:/# sudo echo “20:14:04:11:15:16 1234″ >> /var/lib/bluetooth/08\:3E\:8E\:E5\:1C\:5E/pincodes

Und den Bluetooth Daemon neu starten.

root@debian:/# sudo /etc/init.d/bluetooth restart

Befehle an den Bluetooth Client senden

Strings kann man nun einfach an das Gerät redirecten
ms@debian:~$ echo “beep” >/dev/rfcomm0

Ausgabe des Bluetooth Clients lesen

Einfach mit cat die Gerätedatei ausgeben

ms@debian:~$ cat /dev/rfcomm0
==Commands==
led on
led off
beep
beep_d [duration]
==Commands==
led on
led off
beep
beep_d [duration]

fin.

Click’N’Load per Tunnelbau an die Pyload Maschine weiterleiten

Wer ab und an bei Sharehostern Dateien lädt kennt sicherlich Click’n’Load. Nach dem Klick auf einen Button im Browser füllt sich die Queue des Downloadmanagers mit neuen Files. Dabei werden Informationen zu Dateien per Http POST vom lokal laufenden Download Programm wie jDownloader oder PyLoad entegengenommen. Dies geschieht durch einen kleinen Webserver der auf dem Port 9666 lauscht. Wenn der Downloadmanager nicht lokal läuft funktioniert der Mechanismus leider nicht.

Mit einem SSH-Tunnel kann man den POST Request an einen anderen Rechner weitleiten. Dort muß neben dem Downloadmanager auch ein SSH-Server laufen.

In meinem kleinen Beispiel läuft Pyload auf einem Pi mit der Ip 192.168.0.110. Um den Tunnel nachzubauen mußt Du also nur die Ip anpassen:

ms@debian:/home/ms# ssh -L 127.0.0.1:9666:192.168.0.110:9666  pi@192.168.0.110 -N

Den Tunnel kannst du mit diesem Link testen.

Nachtrag 21.06.2014
Die Arbeit mit ssh kann man sich generell einfacher machen wenn man ein Configfile für das Tool benutzt. Dort kann man Aliase für Server definieren, deklarieren auf welchem Port sshd läuft oder welcher Key zur Authentifizierung genutzt werden soll. Nähere Informationen dazu gibt es bei den Ubuntuusers oder Nerderati.

Debian Wheezy auf dem Raspberry Pi installieren

Seit etwa einem Jahr nutze ich einen Raspberry Pi um mir damit Filme und Serien anzuschauen.Läuft ganz gut und mit OpenElec etwas flüssiger in der Menüführung als Raspbmc.Wenn weitere Dienste laufen wird das Filmvergnügen leider ein wenig ausgebremst weshalb ich mir ein zweites Gerät zugelegt habe.Auf dem neuen Raspberry Pi soll nun Debian seine Dienste verrichten und mir als Pyload Server und digitales Tor zu meiner Bude via sshd dienen.

Ich habe keine Lust den Pi mit Monitor und Tastatur zu schmücken, deshalb wird das System als Image auf eine SD Karte geschrieben und gut ist.

Die Debian Version für den Pi nennt sich Raspbian und läßt sich auf der Homepage des Projekts downloaden.

Eine Variante von Debian für den Pi nennt sich Raspbian und läßt sich auf der Homepage des Projekts downloaden.

1. Image auf die SD Karte schreiben, Pi starten

Die Blocksize war in der offiziellen Anleitung leider falsch angegeben.

root@debian:/home/ms/Downloads# dd bs=1M if=2014-01-07-wheezy-raspbian.img of=/dev/mmcblk0
root@debian:/home/ms/Downloads# sync

Pi vom Stromnetz trennen, Karte einstecken. Wenn nur eine rote LED leuchtet ist etwas schief gegangen
Nun dem Pi ein wenig Zeit zum booten geben und per nmap nach neuen Geräten suchen

ms@debian:~$ nmap -sP 192.168.0/24

2. Initiale Konfiguration

Per SSH einloggen, Konfiguration ausführen

#default password raspberry
ms@debian:~/Downloads$ ssh pi@192.168.0.110
pi@raspberrypi ~ $ sudo raspi-config

Erstmal Vim und Screen installieren

pi@raspberrypi ~ $ sudo su
root@raspberrypi:/home/pi# apt-get update
root@raspberrypi:/home/pi# apt-get install vim screen

Swap anpassen

root@raspipy:/home/pi# echo "CONF_SWAPSIZE=512" > /etc/dphys-swapfile
root@raspipy:/home/pi# dphys-swapfile setup
want /var/swap=512MByte, checking existing: deleting wrong size file (104857600), generating swapfile ... of 512MBytes
root@raspipy:/home/pi# dphys-swapfile swapon

3. NFS Freigaben einrichten

Ich nutze für Dateifreigaben nur noch nfs, das ist schneller als Samba und man hält sich den M$ Mist aus dem Netz. Mußte den Daemon ein wenig anpassen (Kernel Version 3.10 vom 2014-01-07).

NEED_STATD auf YES setzen in /etc/init.d/nfs-common
Einmal alles bezüglich NFS neustarten oder rebooten.

Die Shares einrichten und mounten (die uninteressanten Dinge aus fstab habe ich entfernt):

root@raspipy:/home/pi# cat /etc/fstab
192.168.0.50:/media_movies /media/nfs_movies nfs auto,rw 0 0 
192.168.0.50:/media_serien /media/nfs_serien nfs auto,rw 0 0
192.168.0.50:/downloads /media/downloads nfs auto,rw 0 0
root@raspipy:/home/pi# mkdir /media/nfs_movies
root@raspipy:/home/pi# mkdir /media/nfs_serien
root@raspipy:/home/pi# mkdir /media/downloads
root@raspipy:/home/pi# mount -a

Das wars soweit mit der Einrichtung von Debian. Ich habe zusätzlich den Port 22 am Router auf den Pi weitergeleitet und in /etc/ssh/sshd_config Logins mit Passwort verboten. Demnächst gehts weiter mit der Einrichtung von Pyload oder was Anderem wenn es mir nicht taugt :).

Wireless Access Point mit DD-WRT

Netzwerkequipment ist die Infrastruktur unserer vernetzten Welt. Sie muß sicher sein, tadellos funktionieren und so sicher wie nur möglich sein. Nichts ist ärgerlicher als eine instabile Internetverbindung oder Router die regelmäßig Wartung und Pflege benötigen. Der Nachteil von solch guter Hardware ist, daß man schnell vergisst was man wie eingestellt hat und nach Monaten oder Jahren grübelnd vor kleinen schwarzen oder grauen Kisten steht :). Womit wir schon beim Thema meines Posts sind. Vor einem Jahr habe ich mir aus der Not heraus einen Buffalo AirStation WZR-HP-G300NH2EU NFINITI HighPower Gigabit Wireless-LAN Router 300Mbps als WLAN Repeater konfiguriert. Auf dem Gerät läuft DD-WRT.

Da ich in diesem Zeitraum nichts mit dem Gerät gemacht habe brauchte es ein wenig Zeit bis der Access Point lief. Deshalb für die Nachwelt und Zukunft ein paar Anmerkungen und Screenshots zu den Einstellungen.
Der Access Point soll weder routen noch als DHCP Server dienen. Ich will alle Geräte in 192.168.0.0/24 haben. Die Einrichtung ist recht schnell erledigt.


Zuerst muß unter Setup -> Basic Setup das Grobe eingerichtet werden.

Grundlegende Einrichtung
Grundlegende Einrichtung

Die Wan Verbindung wird über den Router abgewickelt der auch das Gateway macht. Da ich inzwischen fast nur noch DHCP nutze muß das als Forwarder eingerichtet werden. 2 DHCP Server im Netzwerk machen keinen Spaß und in meinem Fall wenig Sinn.

 

Im Anschluss die Eckdaten des WLAN einrichten

Punkt WLAN

 

Und für Sicherheit sorgen

WLAN Security

 

Da die Kiste nicht routen soll muß noch der Punkt Routing unter Administration ausgeschaltet werden…

Über Shared Preferences mit einem Service kommunizieren

Für ein Live Wallpaper mit Settings-Dialog brauche ich einen Callback im Service um Änderungen in den Einstellungen so schnell wie möglich  zu verarbeiten. Periodisches Pollen zur Laufzeit ist nicht nur unelegant sondern braucht auch CPU Zeit. Der einfachste Weg für micht geht über SharedPreferences und einem OnSharedPreferenceChanceListener Interface.

 
private class MyWallpaperEngine extends Engine implements OnHttpRequestResultListener, OnSharedPreferenceChangeListener {
 
        public MyWallpaperEngine() {
		    //get the image
		    SharedPreferences sp = getApplicationContext().getSharedPreferences(
					Constants.NAMESPACE_SETTINGS, Activity.MODE_PRIVATE);
			sp.registerOnSharedPreferenceChangeListener(this);
	}
 
        /* .... */
	@Override
	public void onSharedPreferenceChanged(SharedPreferences sharedPreferences, String key) {
		draw();
 
	}
}

In der implementierten Methode onSharedPreferenceChanged wird einmal neu gezeichnet. Fertig.

Mysql INSERT if not exists

Für ein kleines Projekt speichere Auflösungen von Geräten in einer Tabelle ab um Bildbearbeitungen im vorraus zu erledigen und nicht erst wenn das Bild angefragt wird.
Um die Datenbank sauber zu halten möchte ich natürlich jeden Datensatz genau einmal haben und das mit so wenig Sql Queries wie möglich erledigen.
Dies ist die einfachste Lösung auf die ich gestoßen bin:

INSERT INTO resolutions (w, h) 
 
SELECT  100, 100 FROM resolutions
WHERE NOT EXISTS(
        SELECT w, h FROM resolutions WHERE w=100 AND h=100
 
) LIMIT 1;

Prüfen ob Service aktiv ist

Ich schreibe momentan ein Live Wallpaper für Android, mit einer Activity um Infos zum aktuellen Bild darzustellen. Um komfortabel das Live Wallpaper zu aktivieren brauche ich eine Prüfung, ob das auch läuft. WallpaperService ist von Service abgeleitet und damit ist dies kein Problem:

    /* ..... */
	private boolean isMyServiceRunning(String className) {
	    ActivityManager manager = (ActivityManager) getActivity().getSystemService(Context.ACTIVITY_SERVICE);
	    for (RunningServiceInfo service : manager.getRunningServices(Integer.MAX_VALUE)) {
	        if (className.equals(service.service.getClassName())) {
	            return true;
	        }
	    }
	    return false;
	}
    /* ..... */

Nun kann bei Bedarf der Wallpaper Picker angezeigt werden:

	if(isMyServiceRunning(MyWallpaperService.class.getName())){
			Log.d(TAG, "active" );
	} else {
			Intent intent = new Intent(Intent.ACTION_SET_WALLPAPER);
			startActivity(Intent.createChooser(intent, getActivity().getString(R.string.title_for_wallpaper_chooser)));
	}

Fin.

Links in TextView clickbar machen

Html Markup bringt man am einfachsten auf diesem Weg in TextViews:

/***** .... *****/
TextView mContent;
mContent.setText(Html.fromHtml("<a href=\"http://www.giftimessen.de\">Link</a>"));
/***** .... *****/

Beim Draufdrücken passiert leider noch nicht soviel. Um die Links gangbar zu machen einfach die MovementMethod setzen:

 
mContent.setMovementMethod(LinkMovementMethod.getInstance());

fertig :).

Mehrere Bildschirme mit dem Thinkpad W530

Eines der nervigsten Bastelthemen die mich jemals beschäftigt haben war die Konfiguration dieses Laptops für den Linuxbetrieb. Die Installation von Debian verlief problemlos – das Thinkpad wollte jedoch auf Gedeih und Verderb nicht mit mehreren Displays arbeiten. In dem Thinkpad arbeiten 2 Grafikkarten, eine von Intel und eine NVIDIA Optimus. Da mir das Umschalten mit Bumblebee zu umständlich war habe ich im BIOS die NVIDIA Karte als Default ausgewählt – siehe Screenshots und den proprietären NVIDIA Treiber installiert.

Diese Konfiguration läuft jedoch nur bedingt – ab und an bootet das System und manchmal leider nicht. Das Stichwort lautet waiting for /dev to be fully populated. Die Lösung ist dieses Problems ist absolut logisch und selbst für den Laien verständlich – im BIOS einfach die Virtualisierung deaktivieren und alles ist gut.

Da ich die letzten 12 Monate wenig Zeit und noch mehr Arbeit hatte begleitete mich dieses Problem wirklich sehr lange – zeitweise mußte ich sogar einen sehr bizarren KDE Klon zum Arbeiten verwenden.

Die Früchte dieser merkwürdigen Konfigurationsarbeit sehen dann so aus:

 

4 mal Slayer

 

2 Displays sind via DisplayPort angeschlossen und eines über VGA. Einen sinnvollen Verwendungszweck habe ich für soviele Displays noch nicht gefunden. Aber auf 3 Screens läßt sich wunderbar Java schreiben:)

Howto – Daydream / Screensaver App erstellen

Ab Android 4.2 – Api Level 17 bietet Android die Möglichkeit mit Daydream einen Screensaver einzurichten. Daydream startet wenn das Gerät
am Netz hängt oder in einer Dockingstation steckt. Daydream kann man in den Systemeinstellungen unter Display -> Daydream aktivieren.
Ich beschreibe an dieser Stelle wie man einen einfachen DayDream Service implementiert der bei Aktivierung ein Video abspielt, damit alles schön übersichtlich bleibt.



Daydream wird als Service implementiert der von android.service.dreams.DreamService erbt, man hat den vollen Zugriff auf die UI, kann also Layouts, Canvas, 3d und Animationen nutzen.

Manifest

Im Manifest muß nur der Service deklariert werden. Falls ein Settingsmenü benötigt wird muß die Klasse im Meta gesetzt werden gesetzt werden.

<service
    android:name=".VideoDreamService"
    android:exported="true"
    android:label="@string/my_daydream_name" >
    <intent-filter>
        <action android:name="android.service.dreams.DreamService" />
 
        <category android:name="android.intent.category.DEFAULT" />
    </intent-filter>
 
    <meta-data
        android:name="android.service.dream"
        android:resource="@xml/dream_info" />
</service>

Layout

Zum einfacheren Testen benutze ich ein ganz normales Layout mit einer VideoView .

<RelativeLayout xmlns:android="http://schemas.android.com/apk/res/android"
    xmlns:tools="http://schemas.android.com/tools"
    android:layout_width="fill_parent"
    android:layout_height="fill_parent"
    tools:context=".MainActivity" >
 
    <VideoView
        android:id="@+id/videoView1"
        android:layout_width="fill_parent"
        android:layout_height="fill_parent"
        android:layout_alignParentBottom="true"
        android:layout_alignParentLeft="true"
        android:layout_alignParentRight="true"
        android:layout_alignParentTop="true" />
 
</RelativeLayout>

Service

In meinem Beispiel wird ein Video ohne Ton in einer Endlosschleife abgespielt.

package de.schmitt.michael.daydream;
 
/******* imports ***********/
/** ...**/
 
public class VideoDreamService extends DreamService {
 
 
	public void onDreamingStarted() {
		super.onDreamingStarted();
 
		setContentView(R.layout.activity_main);
 
 
		VideoView vv = (VideoView)findViewById(R.id.videoView1);
		vv.setVideoURI(Uri.parse("android.resource://" + getPackageName() +"/"+R.raw.video));
 
		Log.i(TAG,  Environment.getExternalStorageDirectory().toString());
		Log.i(TAG,  getApplicationContext().getPackageName() );
		vv.setOnPreparedListener(new OnPreparedListener() {
		    @Override
		    public void onPrepared(MediaPlayer mp) {
		        mp.setLooping(true);
 
		    }
		});
 
		vv.setSoundEffectsEnabled(false);
 
		vv.start();
	}
	public void onDreamingStopped() {
		// Wird aufgerufen wenn der Service beendet wird. 
 
        }
 
}

Links

http://android-developers.blogspot.de/2012/12/daydream-interactive-screen-savers.html